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Trading Places: Das ABC des Haustauschs
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Haustauschferien.com in den Medien
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Haustauschferien.comhat auch in der Weltpresse Aufsehen erregt. Die hier aufgelisteten Artikel sind in Englisch verfasst. Weil Haustauschferien.com erst kürzlich aufgeschaltet worden ist, sind noch keine Artikel in Deutsch erschienen. Klicken Sie auf den Link, um den entsprechenden Bericht zu lesen. Um zum Hauptmenü zurückzukehren, klicken Sie auf ZURüCK. Besuchen Sie diese Seite regelmässig - wir veröffentlichen laufend neue Artikel.
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DEUTSCHLAND
SÜDDEUTSCHE ZEITUNG (2009)
Der Fremde in meinem Bett
Ein Haustausch ist eine günstige, wenn auch etwas organisationslastige Urlaubsart
Tabea möchte nicht, dass fremde Kinder mit ihren Puppen spielen. Zum Glück hat die Tauschfamilie aus der Schweiz, die für zwei Wochen in das Haus der Münchner Familie eingezogen ist, nur zwei Jungs, die sich nicht für die Puppen der Siebenjährigen interessieren. Im Kinderzimmer in der Schweiz durfte Tabea Reger dafür mit Dinosauriern und Actionfiguren spielen. „Unsere Tochter hatte anfangs die größeren Bedenken als wir“, sagt Tanja Reger. Für zwei Wochen hat sie mit ihrer vierköpfigen Familie ihr Haus in München mit dem einer Schweizer Familie am Genfer See getauscht. Die Idee ist einfach: Gegen eine jährliche Gebühr, die je nach Größe und Bekanntheit des Anbieters zwischen 30 und 140 Euro liegt, tauscht man sein Haus oder seine Wohnung beliebig oft mit dem einer anderen Familie.
Obwohl es diese Urlaubsart schon seit mehr als 50 Jahren gibt, stehen die Deutschen dem Haustausch eher skeptisch gegenüber – im Gegensatz zu Amerikanern, Skandinaviern und Franzosen, die wenig Probleme damit haben, das eigene Haus und damit ein Stück Privatsphäre in fremde Hände zu geben. Ist diese Hemmschwelle aber erst einmal überwunden, kommt für viele ein Pauschalurlaub gar nicht mehr infrage.
Es gibt drei große internationale Netzwerke für Haus- und Wohnungstausch, die ihre Dienste auch in Deutschland anbieten: Homelink, Intervac und Homeexchange (haustauschferien.com) haben weltweit knapp 48 000Mitglieder. Davon kommen allerdings nur 2500 Mitglieder aus Deutschland.
In Zeiten der Rezession steigt die Nachfrage nach einer günstigen Unterkunft im Urlaub. Laut Jürg Thalmann von Haustauschferien.com haben sich die Mitgliedszahlen im deutschsprachigen Raum im vergangenen Jahr verdoppelt. Auch Familie Reger hätte sich anders keinen Urlaub mehr leisten könne. Für zwei Wochen am Genfer See musste sie nun nur die Fahrtkosten bezahlen. „Kosten für den Lebensuntehalt hat man ja Zuhause auch“, sagt Tanja Reger. Beliebt ist das Haustauschen vor allem bei Lehrern, Ärzten, Pastoren und Rentnern. Die Pensionäre Horst und Margarete Mahr etwa haben es 35 Mal in den vergangenen sechs Jahren getan: Ein Häuschen in Oberbayern gegen ein Wüstengrundstück in Arizona, ein Cottage in Dartmoor oder eine Villa in Kanada getauscht. „In Kanada hatten wir fünf Bäder. Wir haben aber trotzdem nur eines genutzt, schließlich mussten wir alles wieder putzen“, erzählt Horst Mahr.
Das Zauberwort für einen problemlosen und schnellen Haustausch auf der Internetseite des Anbieters heißt „Open“. Denn je flexibler Reisezeit und Wunschorte sind, desto leichter lässt sich der nächste Urlaub organisieren. Schließlich müssen sich zwei Familien finden, die zeitgleich ihre Häuser tauschen wollen. An dieser Urlaubsart genießen die Mahrs vor allem die Gastfreundschaft: „Wir haben viele neue Freunde gefunden.“ Trotzdem ist der Haustausch nicht mit einem Klick im Internet getan: Unzählige E-Mails gehen um die halbe Welt, bis ein Tauschpartner gefunden, der Termin geklärt und die Vorlieben der Gäste mitgeteilt sind. Eine schlechte Erfahrung überschattet die zahlreichen Tauschs der Mahrs: Eine Familie von den Virgin Islands verließ sich, wie von zu Hause gewohnt, auf zahlreiche Hausangestellte und überließ Abwasch, überfüllte Mülleimer und vergammelte Lebensmittel den Hausbesitzern: „Wir haben eine Woche geputzt.“ Doch das ist selten, denn der Haustausch beruht auf Gegenseitigkeit. Beide Familien möchten, dass ihre Privatsphäre gewahrt bleibt und das Haus ordentlich hinterlassen wird. Trotz einer schlechten Erfahrung haben die Mahrs großes Vertrauen: „Wir sperren grundsätzlich nichts ab.“ Nach ihrer Rückkehr aus der Schweiz hat Tanja Reger das Profil ihrer Familie im Internet geändert. Die Wunschländer für den nächsten Sommerurlaub sind Kanada, Südfrankreich und Schweden. „Ab Herbst sind wir auf der Suche, denn als Familie ist man nicht so flexibel.“ Ihr wichtigste Kriterium: „Ein ähnlicher Lebensstil.“ Mut, Vertrauen und gute Englischkenntnisse sind für einen gelungenen Haus- oder Wohnungstausch von Vorteil. Dafür gibt es einen günstigen, erlebnisreichen und individuellen Urlaub. „Wenn man ein Haus hat, dann kann man es auch für sich arbeiten lassen“, sagt Horst Mahr. Bleibt nur noch die Frage, was die Kanadier oder Amerikaner nach Deutschland in die Pampa der bayerischen Provinz zieht. Die Mahrs kennen die Antwort: „Die Amerikaner waren ganz begeistert vom Knödelfest in Fischbachau.“
DER SPIEGEL (2008)
Der Gast in meinem Bett Suche Luzern, biete mein Haus in Lübeck: Nach dem Tauschprinzip verbringen jedes Jahr Tausende von Urlaubern ihre Ferien. Vor allem Familien haben den Reiz fremder vier Wände für sich entdeckt. Wohin die Reise geht, entscheidet jedoch oft der Zufall.
Munteres Gezwitscher überlagert die wichtigen Verhandlungen am Küchentisch der Familie von Sandra Albert und Norbert Franke. Im Käfig an der Wand vertreten die Wellensittiche Fritz und Billie lautstark ihr Mitspracherecht, während die Eltern mit ihren drei Kindern am Laptop nach Urlaubszielen forschen. Gern möchten die fünf Lübecker nach Kopenhagen, in die Alpen oder vielleicht sogar nach Kanada - doch wohin die Reise in diesem Sommer geht, bestimmen weder Prospekte noch Preislisten: Die Alberts sind Tauschurlauber.
"Luzern war klasse", sagt Pit, 16 Jahre alt. "Und Quedlinburg", sagt die zwölfjährige Jule. Die Stadt im Harz hat es der ganzen Familie angetan. Mutter Sandra lobt die tolle Natur und die schönen alten Gebäude, während Jule die Indoor-Spielplatz-Qualitäten ihres Feriendomizils in bester Erinnerung hat: "Dort gab es ein eigenes Kletterzimmer", sagt sie. Inzwischen haben die Lübecker schon fünfmal anderen Familien ihre vier Wände in überlassen, um zeitgleich die Heimat ihrer Gäste zu erkunden.
Vor allem Familien sind es, die diese alternative Urlaubsform wählen.Die geringen Kosten sind nach Ansicht von Sandra Albert und Norbert Franke nur einer von vielen Vorteilen. Der Wichtigste ist: Vom ersten Tag an finden die Kinder Pit, Jule und Michel die komplette Infrastruktur vor - inklusive Spielzeug, gleichaltriger Nachbarkinder und Internetanschluss zum Chat mit den Kumpels. Und um die Haustiere kümmern sich derweil die Gäste in der Heimat.
Zunehmend gehören übrigens Rentner zum Kundenkreis, die nach ihrem Arbeitsleben die Welt kennen lernen wollen.
Der Reiz, das Urlaubsziel aus der Perspektive der Einheimischen zu erleben, ist für den 16-jährigen Pit ein wichtiges Argument: "Manchmal stelle ich mir vor, wie das wäre, wenn man da wohnen würde", sagt er. Seine Mutter fügt hinzu: "Es ist spannend, in einem anderen Land oder einer anderen Stadt zu sein, dort gemeinsam zu kochen und dafür einzukaufen. In einem Supermarkt erfährt man enorm viel über die Menschen und die Kultur."
Damit auch die Gäste der Lübecker Familie schnell heimisch werden, hat die Familie ein umfangreiches Tagebuch zusammengestellt, in dem sie Informationen über das Haus, die Nachbarn und die schönsten Ausflugsziele in der Umgebung notiert hat.
Die Nähe zu Einheimischen wissen viele Haustauscher zu schätzen: Es ist üblich, dass Gäste von den Nachbarn eingeladen werden. Daraus haben sich schon viele Freundschaften entwickelt. Es sollen sogar schon Ehen entstanden sein.
Das Haustauschen kann auch komische Erlebnisse mit sich bringen. Bei einer Wanderung durch eine Schlucht in der Schweiz lief eine fremde Frau freudestrahlend auf den Lübecker Familienvater zu. "Sie sagte: 'Hallo, bist du nicht Norbert? Wir waren gerade in eurer Wohnung - schön habt Ihr's'", erzählt Norbert. "Es war die Schwester unserer Tauschfamilie, die ihren Verwandten in Lübeck einen Besuch abgestattet hat." Im Gästebucheintrag heißt es entsprechend: "Sollte Lübeck im nächsten Jahr von Schweizer Touristen überschwemmt werden, könnte es daran liegen, dass wir allen Bekannten von Lübeck vorgeschwärmt haben."
Das nächste Urlaubsziel steht für die fünf Lübecker inzwischen fest. Diesen Sommer verbringen sie im Schwarzwald, im Haus einer Familie mit Katzen, Kaninchen und einer Ziege. "Es muss nicht immer Haustausch sein", betont Norbert Franke. Aber im Moment ist es das Praktischste für die Familie, auch für die Vögel Fritz und Billie.
SCHWEIZ
20 Minuten (2010)
Auch die Schweizer machen Haustauschferien
«Ich wohne bei dir, während du bei mir wohnst» –so die Idee der Haustauschferien. Die USA sind mit über 10 000 Haustausch-Fans nach wie vor Spitzenreiter. Auch Deutsche, Österreicher und Schweizer sind jedoch auf den Geschmack gekommen: Die Mitgliederzahlen in diesen Ländern haben sich 2009 laut Haustauschferien.com verdoppelt. Rund 800 Schweizer verbrachten letztes Jahr ihre Ferien in Häusern fremder Leute.
Berner Zeitung (2009)
Daheim, weit weg von zu Hause
Der Ferien- Haustausch via Internet wird immer beliebter. Einen Monat lang wohnt das Ehepaar McClure-Grawin im Haus von Familie Zimmer in Münchenbuchsee. Und Zimmers leben während dieser Zeit im kalifornischen Carlsbad.
Die Leute hier seien «laid-back», also locker und entspannt. Ein derart ruhiges und zufriedenes Umfeld seien sie sich nicht gewohnt, sagen Carolyn Grawin (48) und Mike McClure (62). Das Ehepaar aus Kalifornien wohnt im Haus von Hans-Peter (59) und Irène (55) Zimmer am Juraweg in Münchenbuchsee. Derweil macht das Buchser Ehepaar mit Tochter Laura (14) während vier Wochen in McClures Haus in Kalifornien Ferien.
Zu Stande gekommen ist der Tausch via HomeExchange.com. Das ist eine Internetplattform, auf der Leute aus aller Welt ihr Eigenheim für Ferien anbieten, um währenddessen im Zuhause ihres Austauschpartners zu nächtigen. «Haustauschferien.com», wie der deutsche Ableger heisst, erfreut sich zunehmender Beliebtheit.
Eintauchen ins Lokale Die Kunstgaleristin Carolyn Grawin und der Lehrer Mike McClure finden sich im Haus von Zimmers schon gut zurecht. Die beiden stammen aus dem kalifornischen Küstenstädtchen Carlsbad. Startschwierigkeiten gab es schon in Münchenbuchsee. Sie waren aber harmloser Natur. «Natürlich kennt man nicht bereits am ersten Tag den Inhalt jeder Schublade auswendig», sagt Mike McClure. Er macht mit seiner Frau zum ersten Mal Haustauschferien. Europaerprobt sind die beiden aber bereits. Sie haben sogar in Spanien geheiratet und widerlegen auch in dieser Beziehung das Klischee des amerikanischen Touristen, der in kurzer Zeit ganz Europa durchreist.
Hans-Peter und Irène Zimmer haben das Paar aus Kalifornien vor ihrer Abreise in Münchenbuchsee empfangen. Dort fand dann ein kurzes Briefing für beide Seiten statt. «Wir haben unsere Gäste auch den Nachbarn vorgestellt, damit sie sich nicht etwa über fremde Leute im Garten wundern», erzählt Hans-Peter Zimmer. Dass es solche Haustauschferien gibt, erfuhr Zimmer durch Bekannte. Als er dann das breite Angebot im Internet gesehen hatte, wollten er und seine Frau unbedingt davon Gebrauch machen.
Kein «Hotelgroove» Mit Mike und Carolyn kam die Familie aus Münchenbuchsee schnell in Kontakt. Dank Skype wussten die beiden Familien bereits vor dem persönlichen Treffen viel voneinander. Beide Seiten können allerdings eine leichte Unsicherheit beim Verlassen des eigenen Heims nicht verleugnen. «Unser Schlafzimmer haben wir ausgeräumt, um unseren Gästen etwas Platz zu verschaffen», sagt Carolyn Grawin. Irène Zimmer betont aber, dass eine Hotelatmosphäre möglichst vermieden werden sollte. «Nur einige private Dinge haben wir verschoben, sonst soll man eigentlich im Haus wohnen, wie es ist.»
Mehr als das Matterhorn Ihr Feriendomizil in Münchenbuchsee sei als Ausgangsort ideal, sagen Carolyn Grawin und Mike McClure. «So kitschig es klingt, von der Schweiz kannten wir bislang nur das Matterhorn.» Nach dieser Reise werde der berühmte Berg wohl am wenigsten in ihren Erinnerungen präsent sein.
Derweil haben sich Zimmers bereits in Carlsbad eingelebt. «Wir geniessen den Haustausch sehr und werden von der kalifornischen Sonne jeden Tag verwöhnt», teilt Hans-Peter Zimmer mit. Und: «Die Nachbarn, Verwandten und Bekannten der Grawins schauen gut zu uns.»
Cashdaily (2007)
Mein Haus ist auch dein Haus
Wer sich im Urlaub gerne auf ein Abenteuer einlässt und sich ein Hotel sprichwörtlich sparen will, für den ist ein Wohnungstausch eine günstige Alternative zum Hotelurlaub.
Der vor Kurzem auf DVD erschienene Spielfilm «Liebe braucht keine Ferien» mit Kate Winslet, Cameron Diaz und Jude Law ist ein romantischer Liebesfilm über einen Wohnungstausch mit Folgen. Ein aktuelles Thema, denn der temporäre Wohnungstausch ist eine durchaus erwähnenswerte Alternative zu Hotel-, Wohnwagen- oder Zeltferien, die immer mehr Urlauber in Betracht ziehen. Das Prinzip ist so einfach wie genial: Anstatt viel Geld in ein Ferienhaus- oder eine Wohnung zu investieren oder ein teures Hotelzimmer zu buchen, tauscht man ganz einfach die eigenen vier Wände. Oftmals wird das Auto auch gleich mitgetauscht, so ist man am Urlaubsort mobil und nicht auf öffentliche Verkehrsmittel angewiesen. Die Liste der Gründe, die für einen Wohnungstausch sprechen, ist lang: Getauscht werden ganze Wohnungen und nicht nur einzelne Zimmer. So haben Familien oder auch Freunde gemeinsame Aufenthaltsräume, in denen man auch mal spielen oder ein Buch lesen kann. Während ein Hotelzimmer im Prinzip nur zum Schlafen gut ist, sind Wohnungen auch zum Leben und Wohlfühlen da. Das Wohnen in einem Mehrfamilienhaus ermöglicht bessere Begegnungen im Quartier, so lernt man Land und Leute kennen und wird vom netten Nachbarn vielleicht sogar zu einem authentischen Znacht eingeladen. Vor allem aber besteht in einer Wohnung die Möglichkeit, Zwischenmahlzeiten oder auch ein Nachtessen selber zuzubereiten. Das ist gerade für Familien mit Kindern sehr praktisch. Nicht zu vergessen ist natürlich der finanzielle Aspekt, denn ausser die An- und die Abreise und die Verpflegung ist der Wohnungstausch weitgehend kostenlos. Wer sich auf das Abenteuer Haustausch einlässt sollte sich im Vornherein gut informieren, denn es gibt oft eine Reihe von Vorbehalten, die Haustausch -Neulinge verunsichern. Je klarer die beiden Parteien ihre Wünsche äussern und ihren Tauschpartnern mitteilen, welche Bereiche sie in ihren vier Wänden von der Benutzung ausschliessen möchten, desto weniger Probleme gibt es. Um gegenseitige Vereinba- rungen festzuhalten, stehen auf den meisten Wohnungstauschplattformen schriftliche Tauschverträge zur Verfügung. Eine Tauschwohnung auszuschreiben oder eine zu finden, ist dank den gut organisierten Plattformen kein Problem. Je nach Anbieter bezahlt der Inserent nichts, einen kleinen Jahresmitgliederbeitrag oder erst bei erfolgreichem Abschluss.
Vertragspunkte: Ist die Lage ruhig? Wie weit sind die öffentlichen Verkehrsmittel und Einkaufsmöglichkeiten entfernt? Ist der Ausblick ansprechend? Wie viele Zimmer hat die Wohnung? Wie viele Betten sind vorhanden ? Wie gross ist das Objekt? Ist eine separate Küche oder nur eine Kochnische vorhanden? Wie ist die Küche eingerichtet (Pfannen, Geschirr)? Ist ein Ski- oder Veloraum vorhanden? Steht ein Parkplatz zur Verfügung? Dauer des Haustausches, Schlüsselübergabe, allfällige Zusatzkosten für Wäsche; Endreinigung; Strom oder Heizung. Was wird vom Tausch ausgeschlossen? Ist im Tausch auch das Auto enthalten.
BEOBACHTER (2004)
My home is your castle
Wer sich im Urlaub das Hotel sparen will, kann seine eigenen vier Wände gegen eine Wohnung im Ferienland tauschen – doch allzu zimperlich sollte man dann nicht sein.
Eigentlich ist es ganz simpel: Anstatt viel Geld in Ferienhäuser zu investieren oder teure Hotelzimmer zu buchen, tauscht man einfach die eigene Wohnung, statt sie urlaubshalber verwaisen zu lassen. Was Lehrer vor 50 Jahren initiierten, weil sie in den grossen Ferien kostengünstig verreisen wollten, ist heute für jedermann weltweit übers Internet organisierbar. Alles, was es für diese alternative Ferienart braucht, ist ein wenig Vertrauen: Vertrauen, dass die Leute, die vorübergehend bei einem einziehen, nicht das Familiensilber verkaufen oder das Auto zu Schrott fahren, während man selber pflichtschuldigst in ihrer Wohnung die Blumen giesst und den Kater füttert.
Letzten Sommer haben Hansruedi Schoch , seine Frau und die fünf Kinder ihre Wohnung im zürcherischen Hinwil zwei Familien aus Irland überlassen. Im Gegenzug hausten sie ein paar Tage in Dublin im Heim der einen Familie und reisten danach weiter ins Landhaus der zweiten. Eigentlich hatten Schochs übers Internet ein Ferienhaus mieten wollen, stiessen dann aber zufällig auf ein «Homeexchange»-Angebot – das Tauschprojekt nahm seinen Lauf.
Auf den Haustausch-Plattformen – von denen es spezielle für Singles und Senioren gibt – beschreiben die Tauschwilligen die eigene Wohnung, die Wohngegend und nahe Ausflugsziele. Zudem geben sie Wunschdestinationen und Reisedatum an. Von Wochenendtrips bis zu mehrmonatigen Aufenthalten ist alles möglich. Flexibilität erhöht Erfolgschancen
Je nach Anbieter bezahlt der Inserent nichts, einen Jahresmitgliederbeitrag oder erst bei erfolgreichem Abschluss. Meist belaufen sich die Kosten auf maximal 150 Franken. Einige Organisationen drucken für ihre Kunden zusätzlich einen Katalog mit den offenen Angeboten. Flexibel zu sein, erhöht die Erfolgschancen. Aber natürlich gibt es auch Schnäppchen, wie etwa ein Haus auf den Fidschi-Inseln – tägliches Gassigehen mit den fünf Hunden ist allerdings Voraussetzung.
Familie Schoch meldete sich auf etwa 15 Inserate aus Irland, Wales und Schottland. Schliesslich klappte es mit den beiden irischen Familien, die gemeinsam in der Schweiz Ferien machen wollten. Vor der Abreise gab es aber viel zu tun. «Man muss den Gästen die Kehrichtabfuhr und den Kompost erklären, die Bedienungsanleitungen für TV und Stereoanlage bereitlegen», sagt Hansruedi Schoch. 20 Seiten schrieben er und seine Frau voll und fanden in den Tauschhäusern ebenso viele vor – plus einige Lebensmittelvorräte und jede Menge Broschüren über Ausflugsziele.
«Im Vergleich zum Hotel hatten wir viel mehr Platz», sagt Schoch. «Ausserdem erhielten wir einen Einblick ins alltägliche Leben in einem anderen Land.» Für die Kinder seien die zwei Wochen in Irland wie Ferien im Spielzeugladen gewesen – so viel Spannendes habe sich in den Kinderzimmern verborgen.
Natürlich kann auch etwas schief gehen, aber in den meisten Fällen läuft der Haustausch ohne grössere Probleme ab, wovon Hunderte von positiven Einträgen im Internet zeugen. Wer etwas Sicherheit will, hält sich an erfahrene Tauscher, über die man Referenzen einholen kann.
Bei Schochs war nach der Rückkehr aus den Ferien das Ventil eines Kochtopfs nicht mehr auffindbar und das Geschirr anders eingeräumt. «Aber selbst wenn die Telefonrechnung etwas höher ausfällt oder eine Vase kaputt ist, geht die Rechnung auf», findet Hansruedi Schoch. Man habe schliesslich kein Geld für eine teure Unterkunft ausgegeben. Die Familie sucht bereits nach einem Tauschobjekt für die nächsten Ferien – diesmal in Neuseeland.
ÖSTERREICH
OÖ Nachrichten (2010)
Haustausch statt Hotelzimmer: „So lernt man Land richtig kennen“
Anstatt sich ein Hotelzimmer zu buchen, quartieren sich immer mehr Urlauber in fremden Wohnungen ein. Sie tauschen für die Dauer ihrer Ferien das Heim. Organisiert wird diese Form des Urlaubs über Internetplattformen wie haustauschferien.com.
„Ich kann mir keine andere Art des Urlaubs mehr vorstellen“, sagt die gebürtige Freistädterin Maria Sabathy. Gemeinsam mit ihrem Ehemann lebt die 64-jährige pensionierte Professorin in Wien. 50 Mal haben die beiden in den vergangenen zehn Jahren ihre Wohnung im 13. Gemeindebezirk mit Menschen aus der ganzen Welt getauscht. „Natürlich muss eine gewisse Vertrauensbasis vorhanden sein“, sagt Sabathy. Diese kann durch möglichst viele Informationen über die Wohnung und ihre Besitzer sowie Fotos im Internet-Profil hergestellt werden. „Wir haben nie Probleme gehabt. Viele der Tauschpartner sind jetzt unsere Freunde“, sagt sie. Vorteile gegenüber dem konventionellen Urlaub im Hotelzimmer oder Ferienappartement seien nicht nur finanzieller Natur. „Man lernt das Land auch besser kennen, weil sich die meisten Gastgeber sehr gut um einen kümmern. Das bringt viel mehr als ein Reiseleiter, der einen mit ,Schauen Sie links, schauen Sie rechts’ durch die Gegend führt“, sagt die Wahl-Wienerin. Die Liste der von ihr bereisten Länder ist lang: Sie reicht von Kanada, USA, Argentinien und Chile über Südafrika bis nach Australien und Neuseeland. Die Plattform haustauschferien.com und ihre Mutter-Website homeexchange.com haben 30.000 Mitglieder in 110 Ländern. Eine Mitgliedschaft kostet ab 6,95 Euro pro Monat. Im Preis inkludiert ist eine Versicherung, die in bestimmten Fällen wie Absagen oder Krankheit die entstandenen Reisekosten, etwa für Flüge, übernimmt. Eine Begrenzung, wie oft getauscht werden darf, gibt es nicht. „Wir schätzen, dass unsere Mitglieder insgesamt 100.000 Mal pro Jahr ihr Haus oder ihre Wohnung tauschen“, sagt der Geschäftsführer von haustauschferien.com, Jürg Thalmann. Bei tausenden Mitgliedern gebe es auch schwarze Schafe, die sich aber „an einer Hand abzählen lassen“. Von 2007 auf 2008 haben sich die Mitgliederzahlen im deutschsprachigen Raum verdoppelt, sagt Thalmann. In Österreich gebe es derzeit 200 Benutzer. Rund 100 aktive Angebote sind auf der Homepage.
Wiener Zeitung (2007)
Tausche Penthouse gegen Blockhaus
Wohnungstausch ist die billigste und komfortabelste Urlaubsform: Wer bereit ist, die eigenen vier Wände einer Gastfamilie zu überlassen, der bekommt im Gegenzug ein Gratis-Urlaubsquartier samt House-Sitter, Blumengießer und Einbruchschutz.
Sie kennen sich nicht, haben sich noch nie gesehen und sind sich trotzdem irgendwie vertraut, denn sie tauschen ihre eigenen vier Wände. Stadtwohnung gegen Landsitz, Strandbungalow gegen Almhütte, Penthouse gegen Blockhaus; Neulengbach gegen London, Wien gegen Domodossola, Tirol gegen Kalifornien.
„In meinem Bett liegt aber dennoch kein wildfremder Mensch, von meinem Teller isst keine völlig unbekannte Familie“, meint Karl Exler, begeisterter Wohnungstauscher seit mehreren Jahren. „Sind wir einmal so weit, dass wir jeweils im Haus der Partnerfamilie ankommen, kennen wir einander, denn davor gab’s zahlreiche E-Mails oder Telefonate. Haustausch funktioniert auf einer großen, gegenseitigen Vertrauensbasis – und die verbindet so sehr, dass man sein Haus schlussendlich keinem Fremden, sondern fast einem guten, alten Bekannten überlässt.“
Was für viele unvorstellbar ist – die eigene Bleibe einer fremden Familie kostenlos auf Zeit zu überlassen –, findet immer mehr begeisterte Anhänger.
Die Argumente für einen Wohnungstausch liegen auf der Hand: Nummer 1: der Kostenfaktor. Zum Nulltarif wird einem eine überkomplett eingerichtete (Ferien-)Wohnung mit allem drum und dran überlassen. 2. Der Punkt Komfort: dieser ist nämlich in einem Tausch-Domizil besonders groß – da kann kein Hotel, Appartement oder Ferienhaus mithalten. Platz und Annehmlichkeiten gibt’s – einem komplett eingerichteten Haushalt entsprechend – wie zu Hause: Waschmaschine, Geschirrspüler, komplette Einrichtung, Spielsachen für Kinder, Terrasse, Garten, Fahrräder, Computer usw.
„In Hotels oder Ferienappartements gilt oft das Motto: Urlaub ist wie zu Hause nur ein bisschen ungemütlicher“, grinst der Tauschbegeisterte Karl Exler. „Ein Tauschdomizil hingegen, in dem tatsächlich Menschen leben, ist so komfortabel oder sogar noch besser ausgestattet als das eigene Heim.“ Exlers Begeisterung ist verständlich: oft ist auch ein privater Pool, der dienstbare Geist oder das Auto der Gastfamilie Gegenstand des Tausches.
Pluspunkt Nummer 3: die Sicherheit für das eigene Heim während des Urlaubs. Denn Bewohner sind der beste Einbruchschutz! Die in die eigene Wohnung eingezogene Tauschfamilie stellt kostenlos den House-Sitter, Blumengießer oder Postkastl-Entleerer und übernimmt auch die Versorgung von Haustieren. Aber keine Angst vor unerwarteten Rottweilern! Haustiere bzw. „Pets“ sind in den Tauschbüchern und einschlägigen Internet-Portalen extra angeführt – meist handelt es sich um Katzen, Hasen, Hamster oder Meerschweinchen.
Zu guter Letzt freuen sich passionierte Haustauscher über einen intensiven Kontakt zum Gastland: Bei keiner anderen Urlaubsform hat man einen so direkten Zugang zu Kultur und Lebensweise der Bewohner. Zumeist sind Nachbarn, Familienmitglieder oder Freunde der Gastfamilie als Empfangskomitee und Ansprechpartner für alle Belange abgestellt.
So wird’s gemacht. Professionelle Tauschbörsen agieren weltweit, entweder nur übers Internet oder zusätzlich mit dicken Tauschbüchern.
Bei allen Tauschbörsen gilt: man muss zunächst Mitglied und selber in die Datenbank aufgenommen werden (zumeist gegen eine geringe Gebühr), um an die Adresse von tauschwilligen Partnern zu kommen. Das dient zum Schutz vor ungewünschten Zugriffen. Die Organisation ist dabei ausschließlich Plattform für gegenseitige Kontakte und übernimmt keinerlei Vermittlungen, die Suche nach einem tauschwilligen Partner mit geeignetem Tausch-Domizil muss der Einzelne selber übernehmen.
Die Tauschangebote sind übersichtlich nach Ländern und Regionen geordnet und mit Suchbegriffen versehen – so kommen Interessenten leicht ans Ziel. Die Suche übers Internet ist wesentlich einfacher als das Studium der dicken Tauschbücher (mit einem Irrgarten an unverständlichen Abkürzungen). Die einzelnen Tauschanzeigen enthalten nicht nur Namen, Beruf, Familiengröße und Alter der Kinder (um ein optimales Pendant zu finden), sondern auch eine Beschreibung der Wohnung (meist illustriert), der Umgebung und Angaben zum gewünschten Ferienzeitraum bzw. Reiseziel. Nach einer Vorselektion geht’s an die konkrete Kontaktaufnahme – zumeist per E-Mail
Mitunter fällt einem ein Tauschangebot auch buchstäblich in den Schoß. Tauschprofi Exler: „Wir hatten eigentlich nie vor, in die USA zu reisen. Doch dann kam da ein Mail aus Florida. Was soll ich sagen: Es wurde der Traumurlaub schlechthin!“
Die genauen Tauschbedingungen mit Termin und Details wie Autoüberlassung, Tierbetreuung, Wäsche, Endreinigung, Schlüsselübergabe usw. werden von den jeweiligen Tauschpartnern selber vereinbart (auf den Homepages der großen, professionellen Börsen gibt es vorgefertigte Formulare). Getauscht wird prinzipiell nur gegenseitig zwischen den beiden Partnern, einen „Dreieckstausch“ gibt es zugunsten des Prinzips „Vertrauen gegen Vertrauen“ nicht! Denn das ist der Schlüssel zum Erfolg, der in der Tat funktioniert.
Traditionell ist in den angloamerikanischen Staaten der Tauschwille besonders stark. Doch Haustausch wird weltweit offeriert, wobei Mittel- und Westeuropa (Schwerpunkt Großbritannien und Frankreich), Australien mit Neuseeland, die USA und Kanada dominieren.
Als Österreicher hat man ausgezeichnete Chancen, einen Tauschpartner zu finden: die großen Kulturstädte sowie die Alpenregionen sind weltweit sehr beliebt.
An Objekten ist alles vertreten – von der Stadtwohnung bis zur Strandvilla, von der urigen Almhütte bis zur Luxusvilla. Die Auswahl an Feriendomizilen ist enorm, wobei in der Mehrheit sehr hochwertige Domizile angeboten werden! Ein kurzer Blick in die Tauschbücher oder Internetbörsen zeigt: Die Mitglieder leben in sehr gut situierten bis luxuriösen Verhältnissen, sie arbeiten oft in akademischen Berufen, wobei Lehrer überdurchschnittlich stark vertreten sind. Besonders beliebt ist Haustausch bei Familien und Pensionisten, zweitere tauschen ihre Bleibe gerne für günstige Langzeiturlaube.
Rund ein Drittel der Tauschangebote sind Ferienhäuser oder Zweitwohnungen – hier ist (im Gegensatz zu Hauptwohnsitzen) auch ein zeitversetzer Tausch und gegenseitiges Kennenlernen möglich. Auch Bewohner von (Unter)Mietwohnungen dürfen nach dem Mietrechtsgesetz ihre Wohnung tauschen und unentgeltlich einem anderen für eine befristete Zeit überlassen. Denn: Ein Tauschpartner ist ein Gast – und zwar nicht nur rechtlich gesehen!
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